Unsere Nahwärmenetze

Als Nahwärme wird die Übertragung von Wärme zu Heizzwecken bezeichnet, wenn sie im Vergleich zur Fernwärme nur über verhältnismäßig kurze Strecken erfolgt. Der Übergang zur Fernwärme mit größeren Leitungslängen ist fließend. Die Verteilung erfolgt über Nahwärmenetze in denen Wasser als Wärmespeicher und Transportmedium dient. Von der Heizzentrale wird das erhitzte Wasser im Leitungsnetz zum Verbraucher transportiert (Vorlauf) und dort über Wärmetauscher an den Heizkreislauf des Abnehmers abgegeben. Das abgekühlte Wasser fließt über den Rücklauf zurück zur Heizzentrale.

 

 Nahwärmenetz Tosters
Wärme aus dem Feldkircher Stadtforst

Der Wunsch zur Nutzung heimischer Biomasse aus dem Feldkircher Stadtforst für die Abdeckung des Heizwärmebedarfes, war 2003 Anlass für den Bau des Nahwärmenetzes Tosters. Mit dieser Maßnahme wurde ein notwendiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Inzwischen wurde das Netz in Tosters laufend erweitert. Die Möglichkeiten zu einem Anschluss muss im Einzelfall jedoch geprüft werden.
Die jährliche Abgabe an Endkunden beträgt derzeit ca. 4.000.000 kWh. 
Davon stammen über 80% aus der nachwachsenden Energie unserer Wälder, die über nachhaltige Bewirtschaftung gesund erhalten werden.

Technische Daten:

Biomasseheizkessel 1 700 kW Leistung
Biomasseheizkessel 2 550 kW Leistung
Gaskessel 
(zur Spitzenlastabdeckung und zur Gewährung der Ausfallsicherheit)
1.400 kW Leistung 

 

 Nahwärmenetz Innenstadt
Abwärme optimal genutzt

Seit dem Jahr 1992 besteht in der Innenstadt von Feldkirch ein kleines Nahwärmenetz, welches mehrere Gebäude rund um das Wasserkraftwerk am Mühletorplatz mit Wärme versorgt.
Neben einer Wärmepumpe, welche die Abwärme von zwei Generatoren des Kraftwerkes nutzt, sorgen zusätzlich zwei Gaskessel für die Wärmebereitstellung.
Derzeit größere Abnehmer sind: 

  • der Rösslepark-Komplex
  • das Pädagogische Förderzentrum und
  • der Johanniterhof.
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